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ONLINE-TEST
aus AUTO + VERKEHR |
12.09.2003 |
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Freie Autowerkstätten
Konkurrenzfähig

Freie Autowerkstätten sind oft
billiger als Vertragshändler. Drei von acht getesteten
Ketten machen ihre Sache gut. Ausgerechnet die bekannten
Namen Bosch Service und Pit-Stop enttäuschten dagegen:
Die Qualität schwankte von Betrieb zu Betrieb. Einige
Fahrzeuge wurden schlecht gewartet. Im Test: 40
Autowerkstätten von acht großen Ketten in fünf
deutschen Städten. |
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Gebrauchtwagen präpariert
Radmutter locker, Standlichtlampe defekt, Auspuffaufhängung
lose, Hupe kaputt, Scheibenwaschdüse verstopft und das
Reserverad zu weich: 40 Gebrauchtwagen präparierte die STIFTUNG
WARENTEST auf diese Weise - 20 VW Golf III und 20 Opel Astra.
Nun gings in eine freie Werkstatt. Die haben keinen Vertrag mit
einem bestimmten Autohersteller und reparieren fast alle Marken.
Im Test: 1a Autoservice, A.T.U Auto-Teile-Unger, AD Autodienst,
Auto Crew, Autofit, Automeister, Bosch Service und Pit-Stop.
Jeder Anbieter musste fünfmal ran. Der Auftrag: eine große
Inspektion.
Gut und günstig
Die Testsieger heißen AD
Autodienst, Auto Crew und Autofit.
Sie arbeiten zuverlässig und gut. Jeweils drei von fünf Werkstätten
fanden und behoben alle Fehler. Auch die beiden anderen Werkstätten
dieser Anbieter arbeiteten gut, übersahen aber jeweils ein
Detail. Mal blieb die Radmutter lose, die Düse der
Scheibenwaschanlage verstopft oder das Reserverad zu platt.
Insgesamt erreichten die drei Testsieger das Qualitätsurteil
gut. Note: 2,0 bis 2,1. Das ist besser
als der Durchschnitt der bisher getesteten Vertragswerkstätten
von Opel und VW. Fazit: Freie Werkstätten können
durchaus gut und günstig sein.
Ohne Luftfilter vom Hof
Die Branchengrößen Bosch Service und Pit-Stop enttäuschten
dagegen. Bei Pit-Stop fuhr ein Testwagen sogar ohne Luftfilter
vom Hof. Der Mechaniker hatte ihn vergessen. Alle fünf
Pit-Stop-Werkstätten bemerkten die defekte Hupe, aber nur zwei
reparierten sie. Andere Fehler wurden ganz übersehen: Keiner
der fünf Testwagen kam einwandfrei zurück. Beim Bosch Service
schwankte die Qualität: einmal sehr gut (alle Fehler behoben),
einmal befriedigend, zweimal ausreichend und einmal mangelhaft.
Die schlechteste Werkstatt ließ den Auspuff baumeln, das
Standlicht defekt und die Hupe ohne Funktion. Auch die Düse der
Scheibenwaschanlage blieb hier verstopft. Fazit: Keine
Empfehlung für die bekannten Marken Bosch und Pit-Stop.
Die Qualität schwankt
Auch A.T.U Auto-Teile-Unger und 1a Autoservice reparierten sehr
unterschiedlich: Von ausreichend bis sehr gut. So wird die
Inspektion zur Lotterie. Es ist menschlich, wenn ein Mechaniker
mal ein Detail übersieht, doch insgesamt muss sich der Kunde
auf seine Werkstatt verlassen können. Bei Automeister
funktioniert das immerhin befriedigend.
Nachholbedarf beim Service
Nachholbedarf haben die Freien Werkstätten allgemein bei der
Auftragsabwicklung: Die STIFTUNG WARENTEST bewertete
Terminvereinbarungen, Wartezeiten beim Bringen und Abholen des
Fahrzeugs, Auftragsbestätigung, Checkliste und Erläuterungen
zur Rechnung. Bestes Urteil: Befriedigend. Das kriegen die
Vertragswerkstätten etwas besser hin.
Freie Werkstätten oft billiger
Aber: Vertragswerkstätten sind teuer. Bis zu 450 Euro kostet
eine große Inspektion. Einschließlich Lohn und Material. Die
freien Werkstätten kassierten nur 102 bis 364 Euro.
Bemerkenswert: Die Preise schwanken von Werkstatt zu Werkstatt.
Auch beim selben Anbieter. Deshalb gilt: Preisvergleiche lohnen
sich. Im Schnitt sind freie Werkstätten etwas billiger als
Vertragshändler: Gute Wahl für Gebrauchtwagen und sparsame
Fahrer. |
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